9 Wege aus der Einsamkeit

Einsamkeit ist ein schrecklichles Gefühl, das Stress verursacht. Bist du frisch getrennt oder schon lange allein? Eigentlich läuft es bei dir, du bist eine Powerfrau, hast einen super Job, verdienst gutes Geld? Doch das Gefühl der Einsamkeit holt dich immer öfter ein? Gerade an den Wochenenden oder in der Urlaubszeit?

Wir wollen uns hier mit den Themen Einsamkeit und Alleinsein ein wenig näher befassen und dir konkrete Wege aufzeigen, mit denen du rauskommst aus der Einsamkeit.

Was ist Einsamkeit eigentlich?

Was ist denn nun Einsamkeit genau? Zunächst müssen wir zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein unterscheiden:

Alleinsein ist ein Zustand, Einsamkeit ein Gefühl. Alleinsein kann zu Einsamkeit führen – muss es aber nicht.

Einsamkeit hat nichts mit der An- und Abwesenheit von Menschen zu tun, es beschreibt das Gefühl, nicht anerkannt, beachtet und gebraucht zu werden.

Das heißt, Einsamkeit beschreibt auch die Unzufriedenheit mit den zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir schon haben.

Sprich: Wir fühlen uns einsam, wenn wir nach sozialem Anschluss und emotionaler Bindung suchen – das Gute daran: Dieser Zustand ist nicht zwangsläufig von einem Partner abhängig und kann deshalb auch gelöst werden, wenn du Single bist.

 

Wer sich einsam fühlt, dem fehlt meist ein tieferer Sinn im Leben

Das ist einfach gesagt und klingt natürlich leichter, als es ist. Dennoch ist das der Kern des Ganzen: Wenn du in deinem Leben keinen Sinn siehst, keinem übergeordnetem Ziel nacheiferst, erfüllt es dich natürlich nicht.

Die Sinnsuche ist ein ganz großes Thema auf dem Weg zu Lebensglück.

Ein Beispiel von Sonja, einer unserer Kundinnen, welches das Gesagte veranschaulicht:

Sonja war 15 Jahre in einer Beziehung, war glücklich und hatte eine gemeinsame Lebensplanung mit ihrem damaligen Partner. Sie hatten Kinder, denen sie gute Eltern sein wollten und später einen Hund, mit dem sie gemeinsam durch Wald und Feld zogen.

Ihr Ziel war es, eine harmonische Familie zu sein. Dabei gab es vielfältige Aufgaben. Außerdem hatten beide herausfordernde Jobs, in denen sie aufgingen.

Als der Mann Sonja eines Tages verließ, bestand ihre Lebensaufgabe eine Zeit lang darin, ihren Mann zurückzugewinnen. All ihre Energie und Zeit flossen in diesen Gedanken.

Irgendwann – es war fast ein Jahr vergangen – merkte sie, dass sie das angestrebte Ziel, ihn zurückzugewinnen, nicht mehr wollte.

Der Liebeskummer war vorbei, die Kinder lebten inzwischen ihr eigenes Leben und vor ihr tat sich Leere auf. Übrig blieb ihr der Job, in dem sie zwar erfolgreich war, der aber nicht als alleinige Lebensaufgabe taugte. Nun war es da, das große Einsamkeitsgefühl.

 

Alleinsein-Können ist der Schlüssel gegen Einsamkeit

Klingt zunächst komisch, oder?

Alleine zu sein ist ein Zustand, für den du dich selbst frei entscheidest, denn auch wenn du Single bist, du musst nicht alleine sein. Du könntest dir zum Beispiel irgendeinen Mann als Partner suchen, nur damit du einen hast. Du kannst dich mit Freunden, deiner Familie oder Kollegen umgeben, du kannst dich in ein Café setzen oder dich überwiegend an öffentlichen Orten aufhalten.

Wer sagt, dass man als Single alleine ist und ohne Partner nichts dagegen tun kann, hat schlichtweg Unrecht. Ja, möglicherweise hast du keinen Partner, aber du bist nicht alleine und musst es auch nicht sein – wenn du nicht willst.

 

Viele Frauen machen ihr Leben zu sehr vom Partner abhängig! 

Wichtig ist es, sich unabhängig vom Partner Sinn, Glück und eine Aufgabe zu suchen. Lasse den Partner nicht Garant für deine Erfüllung sein. Im Gegenteil, wenn überhaupt, sollte er dein I-Tüpfelchen, deine Kirsche auf der Sahne sein. Aber lass ihn nicht der Kuchen sein.

Dazu kommt, dass du mit und ohne Beziehung einsam sein kannst, wenn du das Glück nicht in dir selbst, sondern im Außen suchst.

Wir kennen viele Frauen, die Jahre oder gar Jahrzehnte in ihren Beziehungen einsam sind. Wenn dann irgendwann die Trennung kommt, ist das nur der äußere Schritt für etwas, was innen lange schon stattgefunden hat.

 

Warum fällt es uns schwer, alleine zu sein?

Meistens ist der Grund dafür der, dass du dir selbst nicht genug bist. Du kannst mit dir alleine nichts anfangen, du brauchst ein Gegenüber, um dich wirklich zu spüren und um dich wertvoll zu führen. So gesehen ist plötzliches Alleinsein – beispielsweise nach einer Trennung – eine harte, aber heilsame Persönlichkeitskur. Du musst dich endlich mal mit dir als Person auseinandersetzen.

Lerne dich kennen und lieben – das ist eines der großen Lebensziele!

Nur du selbst kannst etwas gegen deine Einsamkeit tun

… was nicht heißt, dass du dann nie mehr einsam sein wirst. Wenn du aber aktiv gegen das ohnmächtige Gefühl ansteuerst, wirst du sehen, dass es bald viel besser wird.

Schau dir unsere Wege aus der Einsamkeit an:

1.Trainiere das Alleinsein wie einen Muskel – und bald wirst du es genießen

Wenn du bisher nicht viel alleine warst, dann wird es Zeit, dies zu üben. Es ist erst einmal eine Gewohnheitssache. Wenn du es ablehnst und mit Alleinsein etwas Negatives verbindest, wirst du es nie genießen können.

Sage dir aktiv und bewusst den Satz:

„Alleinsein tut mir gut, ich nutze die Zeit ab sofort POSITIV für mich.“

Dann beginne, dir eine Liste zu schreiben mit den Dingen, die dir guttun und die dir ein Wohlgefühl verschaffen. Zelebriere diese Dinge von Zeit zu Zeit ganz alleine mit dir selbst – verabrede ein Date mit dir selbst. Hänge dabei deinen Gedanken nach, beobachte dich, höre dir gut zu und lerne dich endlich mal richtig gut kennen!

2. Übe dich in Achtsamkeit und Meditation

Verbringe also mal Zeit mit dir alleine in Stille, ohne die vielen Ablenkerli des Alltags.

Wenn du dich für Achtsamkeitsübungen entscheidest, dann lege dich ganz entspannt hin und beginne zu atmen. Dann zähle beim Atmen: 5 mal tief ein, 5 halten, 8 mal tief aus. Mache dies eine ganze Weile, bis du ganz ruhig und bei dir bist. Das Zählen hilft zudem, deinen Geist, der in alle möglichen Richtungen abdriften will, im Hier und Jetzt zu halten.

Wenn du ganz ruhig und entspannt bist, dann gehe gedanklich durch einen Körper, von unten nach oben und entspanne jede Körperregion für sich ganz bewusst.

Sage dir zum Beispiel: „Meine Füße sind ganz locker und entspannt, ich lasse sie tief in die Unterlage sinken“. Wenn du oben angekommen bist, kannst du die Übung beenden. Na, wie fühlst du dich?

Möchtest du lieber meditieren? Dazu kannst du dir auch gerne eine schöne Meditations-Musik auflegen. Setze dich bequem hin und konzentriere dich auch hier nur auf den Atem und die Musik. Fange deinen vielleicht abspenstigen Geist immer wieder ein und führe ihn aktiv ins Hier und Jetzt zurück.

3. Kreiere dir einen kraftvollen neuen Glaubenssatz

Egal ob gegen Einsamkeit oder gegen eine andere schlechte Stimmung, ein positiver Glaubenssatz hilft dir, dich aktiv in eine gute Stimmung zu versetzen. Passe den Satz an deine Situation an und sage ihn dir jeden Tag regelmäßig morgens und abends und ebenso in brenzligen Situationen während des Tages.

Beispiel für einen Satz: „Ich liebe mich und das Leben. Ich bin gerne alleine und nutze die Zeit für mich, um mir Gutes zu tun.“

Kreiere dir ruhig mehrere positive Affirmationen (oder Glaubenssätze) für verschiedenen Situationen. Dieser innere positive Dialog und die Selbstermutigung ist das Beste, was du dir zwischendurch geben kannst!

 4. Gehe auf Sinnsuche

Kaum einer kann erfüllt leben, ohne einen Sinn in dem zu sehen, was er tut. Die Sinnsuche ist maßgeblich für Glück und Erfolg. Auch gegen Einsamkeit hilft es wunderbar, wenn du einem höheren Sinn nachstrebst und das, was du tust, als sinnvoll erlebst.

Wie könnte nun so eine Sinnsuche aussehen?

Hierzu ist eine tiefe Selbstreflexion nötig. Nimm dir dazu wirklich Zeit und Ruhe und stelle dir folgende Fragen:

Wer bin ich? Was zeichnet mich aus? Wie würde ich mich beschreiben?

Worin bin ich gut? Wo liegen meine Stärken?

Was macht mich glücklich?

Was will ich erreichen?

Was sollen Menschen über mich sagen, wenn ich eines Tages nicht mehr bin?

Was will ich meinen Kindern weitergeben? Welche Werte sind mir dabei wichtig?

Wie will ich leben, wie soll mein (Arbeits-)Alltag aussehen?

Was sind die Bedürfnisse, die ich unbedingt erfüllt haben möchte?

Was will ich in der Freizeit tun?

Wie will ich Freundschaft leben?

Was will ich noch sehen / erleben / lernen?

Was will ich anderen Menschen geben?

Natürlich haben wir, Katrin und Michelle, uns diese Fragen auch gestellt. Was bei der letzten herausgekommen ist, möchten wir dir an dieser Stelle verraten:

Unsere Mission ist es, Menschen heraus aus der Einsamkeit zu begleiten, hin zu einer erfüllten Partnerschaft. Denn dies ist für jeden möglich. Der Weg in eine Partnerschaft ist ein Weg zu sich selbst und auf diesem Weg liegen viele wichtige Erkenntnisse über die selbst verborgen. Schau also genau hin. Denn: Liebelohntsich – auch für dich!

Möchtest du mal in unser Buch schauen? Es ist ein kostenloses E-Book zum Thema „Traumpartner finden“: https://liebelohntsich.com/10-goldene-regeln-fuer-singles/

 

5. Suche dir eine Gruppe von Gleichgesinnten

 Wenn wir uns einsam fühlen, heißt das auch, dass wir uns sozial nicht zugehörig fühlen. Wenn das bei dir der Fall ist, dann musst du dafür sorgen, dass sich das Gefühl ändert:

Melde dich bei einem Sportverein an, so dass du regelmäßig die gleichen Menschen triffst, mit denen du ein gemeinsames Ziel hast.

Geh einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Das bringt auch einen Rhythmus in dein Leben und es wird dir ein positives Gefühl geben, denn du tust etwas Gutes.

Durchforste die Angebote an der Volkshochschule und lerne eine neue Sprache, oder nähen, töpfern, mach einen Photoshop Kurs oder was auch immer du schon ewig lernen wolltest.

Oder melde dich in unserer Gruppe auf facebook Liebelohntsich an. Dort triffst du Gleichgesinnte, die sich gegenseitig austauschen, stützen und ermutigen. Es ist so wichtig, Menschen um sich zu haben, denen es ähnlich geht, wie dir!

https://www.facebook.com/groups/liebelohntsich/about/

6. Werde aktiv – in jeder Hinsicht

Gehe raus, verkrieche dich nicht in deinem Schneckenhaus. Es ist wichtig, dass du unter Leute gehst, auch wenn du mal alleine losziehen musst. Werde aktiv, plane schöne Dinge und freue dich darauf.

Treibe ganz bewusst Sport. Das macht deinen Kopf frei und sorgt für ein gutes Körpergefühl und ein besseres Selbstbewusstsein. Beim Sport schüttest du Endorphine aus – und die machen glücklich. Probiere es also aus!

7. Übe das Visualisieren und Manifestieren für Momente, in denen die Einsamkeit dich einholt

Diese Übung ist wichtig für jeden Lebensbereich, auch für plötzliche Gefühle der Einsamkeit. Unser Gehirn funktioniert so, dass wenn wir uns etwas ganz intensiv vorstellen, es glaubt, das sei echt.

Wenn du dich einsam fühlst, dann stelle dir also so plastisch und realistisch wie möglich eine Wohlfühlszene vor. Male dir aus, wie du an einem Ort bist, den du magst, mit einem Menschen, den du liebst, bei einer Tätigkeit, die dich erfüllt. Kreiere dir einen Film im Kopf. Dieser holt dich zuverlässig aus der tristen Stimmung!

Unter Manifestieren versteht man das aktive Wünschen und ins Leben ziehen von Dingen. Du kannst dir deinen Traumpartner so ideal vorstellen, wie du magst. Statte ihn mit allen Eigenschaften aus, die dir wichtig sind. Je genauer du deinen Wunsch formulierst, umso fokussierter bist du und umso wahrscheinlicher ist es, dass du genau diesen Menschen auch anziehst!

8. Pflege aktiv deine Kontakte (rufe jemanden an, von dem du schon lange nichts mehr gehört hast)

Einsamkeit entsteht auch aus mangelnder Kontaktpflege.

Denn nicht nur ein möglicher Partner sollte dich ausfüllen, sondern ebenso können viele andere Menschen dein Leben bereichern- und du ihres. Denke nach: wen hast du schon lange nicht mehr kontaktiert? Wen mochtest du immer gerne?

Gib dir einen Ruck und melde dich bei dieser Person. Übe aktiv soziale Kontakte. Diese bestehen aus Geben und Nehmen. Höre den anderen zu, interessiere dich für seine Themen, frage nach, surfe auf seiner Welle mit. Dann wird er auch dir gerne zuhören. So geht ihr beide bereichert aus dem Treffen.

9. Stelle dir eine persönliche Playlist zusammen

Musik macht glücklich. Sicher gibt es bei dir Songs, die starke Emotionen auslösen. Bitte greife hier nicht zu traurigen Lovesongs oder gar zu dem Lied, welches dich und deinen Ex verbunden hat. Nein, suche aktiv nach motivierenden, kraftgebenden, starken Songs und stelle daraus eine Playlist zusammen. Höre diese immer dann, wenn du down bist oder dich einsam fühlst. Musik hilft und heilt!

So, nun sind wir am Ende unserer Wege aus der Einsamkeit. Das Ziel ist es nicht, nie mehr einsam zu sein. Das wäre wohl nicht möglich. Vielmehr möchten wir dir vermitteln, dass du aktiv etwas an deinem Zustand verändern kannst. Es kommt bei allem, was uns im Leben begegnet, darauf an, wie wir damit umgehen. Begegne deiner Einsamkeit also aktiv, nimm sie an und überwinde sie immer dann (unter Zuhilfenahme unserer Tipps) wenn dir danach ist.

Auf ein aktives, selbstbestimmtes Leben! Schau Dir auch unser Youtube-Video zum Thema an! Hier findest Du es. 

Denn Liebelohntsich.

Möchtest du mehr von uns erfahren? Besuche uns auf facebook:

https://www.facebook.com/liebelohntsich/

 

 

Pin It on Pinterest